Oboe

 

Die Oboe hörst du in jedem Orchesterkonzert als erstes, sie gibt den Stimmton für alle anderen Instrumente an. Vielleicht kennst du sie auch aus Prokofiev´s „Peter und der Wolf“?

Wenn du gerne ein Melodieinstrument spielen möchtest, das stets in vielen Ensembles und Orchestern sehr begehrt ist, bist du bei der Oboe genau richtig, da es kaum ein Werk gibt, bei der die Oboe nicht mit einer schönen Melodie im Orchester durch ihren einzigartigen Klang berührt. Bei der SuMMA hast du die Möglichkeit nach ein paar Jahren Unterricht beim Vororchester Bläser mitzuwirken und später auch im sinfonischen Orchester der Mozartstädter an großartigen Konzertprojekten teilzunehmen.

Es ist selten zu früh und niemals zu spät mit dem Erlernen der Oboe zu beginnen! Die Oboenklasse der SuMMA setzt sich aus allen Altersgruppen (von Kindern, zu Jugendlichen bis hin zu Erwachsenen) zusammen. Kindgerechte Instrumente ermöglichen dir das Erlernen der Oboe bereits im Grundschulalter! Wenn du schon die Musikalische Früherziehung besucht hast oder sogar ein bisschen Erfahrung auf einem anderen Instrument gesammelt hast, kannst du mit der Oboe noch schnellere Fortschritte machen. Wichtig ist deine Bereitschaft regelmäßig zu üben und deine Sorgfalt achtsam mit dem filigranen Doppelrohrblatt umzugehen. Bei einer kostenlosen Schnupperstunde auch außerhalb des Tags der offenen Tür kannst du die Oboe ausprobieren und Antworten auf alle deine Fragen bekommen (evelyn.renner@renners.eu).

 

Schon vor 5000 Jahren gab es oboenähnliche Instrumente, da der Mensch schon sehr früh Schilfrohrstücken und Halmen Töne entlockte. Dem griechischen Mythos nach erfand die Göttin Athene den griechischen Aulos, den antiken Vorläufer der Oboe. Ein Satyr fand das Instrument und entlockte ihm so virtuose Klänge, dass sogar der Gott der Musik, Apollo, furchtbar neidisch wurde. Aus dem griechischen Aulos und der römischen Tibia entwickelte sich die orientalische Zurna, und aus diesem Rohrblattinstrument die Schalmei. Der deutschen Schalmei aus dem Mittelalter folgte die französische Oboe des Barock. Da die Geschichte der Oboe schon so lange Zeit zurückreicht, war sie neben den Hörnern, Flöten und Fagotten eines der ersten Blasinstrumente im Orchester. Die Literatur für die Oboe reicht daher vom Barock bis in die Moderne. Schon Bach schätzte den Klang der Oboe sehr (https://www.youtube.com/watch?v=kMEEwKc1qrc). Hast du gewusst, dass man auf der Oboe auch mehr als einen Ton auf einmal erzeugen kann? Sogenannte Mehrklänge (multiphonics) kann man in moderner Literarur finden.

Der Name Oboe kommt aus dem Französischen „hautbois“ und bedeutet „hohes Holz“. Sie gehört wie das Fagott zu den Doppelrohrblattinstrumenten. Zwei Schilfrohrblättchen, die aufeinander gebunden sind, werden durch die ausgeatmete Luft zum Vibrieren gebracht, sodass ein Ton entsteht. Die kleine Öffnung des Oboenrohres lässt nur sehr wenig Luft in das Instrument hineinfließen, sodass der Bläser einen Ton auf der Oboe sogar bis zu 30 Sekunden aushalten kann ohne erneut Einzuatmen! Da kann so manches andere Blasinstrument gar neidisch werden????. Um Oboe zu spielen, brauchst du also nur ganz wenig Luftmenge, dafür aber den höchsten Minimaldruck im Vergleich zu den anderen Blasinstrumenten, damit überhaupt ein Ton entstehen kann. In den ersten Unterrichtsjahren verwendet man deshalb leichte Rohre mit wenig Widerstand, die ganz dünn geschabt sind, damit du ohne große Anstrengung spielen kannst. Das Oboespielen fordert und fördert auch bei einem leichten Rohr deine körperliche Fitness. Als fortgeschrittener Schüler hast du später die Möglichkeit das Englischhorn, eine tiefere Oboe kennenzulernen und auszuprobieren! Seine dunkle Klangfarbe berührt in vielen melodischen Soli der Orchesterliteratur, ergänzt wunderbar ein Doppelrohrblattensemble und verzaubert auch in Soloinstrumentalwerken (Klangbeispiel: Dvorak Sinfonie Nr. 9, 2. Satz https://www.youtube.com/watch?v=UMWmC1z2KzY ab der 45. Sekunde).